Im September 2004 wurde die Sektion Internationale Ophthalmologie der DOG gegründet. Sie geht aus der Arbeitsgruppe Internationale Ophthalmologie (gegründet 1994 in Mannheim) der DOG hervor.
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Leitung
Vorsitz und Delegierter im GP Dr. Dr. Heiko Philippin Univ.-Augenklinik Freiburg E-Mail
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Mitglied der Sektionsleitung Prof. Dr. Dr. Robert Patrick Finger Universitätsmedizin Mannheim E-Mail |  |
Mitglied der Sektionsleitung Prof. Dr. Rudolf Guthoff Univ.-Augenklinik Rostock E-Mail |  |
Bei Interesse an konkreten Auslandseinsätzen können Sie gerne auch unterjährig über die Geschäftsstelle Kontakt mit dem Sprecher der Sektion aufnehmen.
Haben Sie Interesse an einer Mitarbeit in dieser DOG-Sektion?
Bitte lesen Sie die Richtlinien für die Mitarbeit in den Sektionen der DOG.
Die Mitgliedschaft in den Sektionen der DOG setzt eine Mitgliedschaft in der DOG voraus. Wenn Sie an einer Mitarbeit interessiert sind, beantragen Sie bitte die Mitgliedschaft über Ihren MyDOG-Account unter dem Menüpunkt ‚Gremien‘.
Ziele
Die Sektion DOG-Internationale Ophthalmologie (hervorgegangen aus der gleichnamigen Arbeitsgruppe der DOG, die 1994 in Mannheim gegründet wurde) hat zum Ziel, einen größeren Beitrag zur Blindheitsverhütung weltweit zu leisten.
Den Hintergrund stellt die Erkenntnis dar, daß 70 — 80 % der Blindheit in Ländern der Dritten Welt heilbar oder verhütbar sind. Allein die Katarakt ist für 20 Mio. Erblindungen weltweit verantwortlich und stellt mit 50 % aller Erblindungen die häufigste Blindheitsursache dar. Blindheit bei Katarakt und Glaukom läßt sich chirurgisch vermeiden, während andere häufige Erblindungsursachen wie Trachom, Onchozerkose und Xerophthalmie interdisziplinäre präventive Ansätze erfordern.
Durch Ferntourismus und Migration werden tropische Augenkrankheiten zunehmend häufiger in Deutschland beobachtet. Eine entsprechende Kenntnis über diese Erkrankungen ist für den deutschen Augenarzt von zunehmender Bedeutung. Es ist das Anliegen der Sektion DOG-Internationale Ophthalmologie, deutsche Augenärzte zu informieren und weiterzubilden.
Kooperationen mit Drittwelt- und Schwellenländern
Bonn – Indien, Nigeria und Bangladesch
Seit 2016 besteht eine Kooperation zwischen Bonn und der Sankara Eye Foundation India in Bangalore und Shimoga. Der Schwerpunkt liegt auf telemedizinischen Screenings der diabetischen Retinopathie mittels smartphonebasierter Fundusfotografie und der Etablierung gemeinsamer smartphonegestützter Videoanalysen der SICS-Kataraktchirurgie, mit dem Ziel, einen KI-gestützten Algorithmus zur Verbesserung der Kataraktchirurgie zu entwickeln. Bislang wurden über 3.000 Patient:innen gescreent und mehr als 80 Fachkräfte geschult.
Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. Maximilian W. M. Wintergerst
Webseite
Seit 2022 kooperiert das Universitätsklinikum Bonn mit dem University of Calabar Teaching Hospital in Nigeria. Ziel ist der Aufbau einer Ausbildungs- und Telemedizininfrastruktur für smartphonebasierte DR-Screenings in unterversorgten Regionen. Mithilfe einer eigens entwickelten E-Learning-Plattform wurden bislang 41 medizinische Assistent:innen ausgebildet, die regelmäßige Screening-Camps durchführen.
Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. Maximilian W. M. Wintergerst
Seit 2023 besteht eine Partnerschaft mit der Organization for Rural Community Development (ORCD) in Narail, Bangladesch. Im Fokus stehen telemedizinische DR-Screenings mittels Smartphone-Funduskopie, um einer möglichst großen Bevölkerungsgruppe den Zugang zur ophthalmologischen Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Für einen nachhaltigen Wissenstransfer ist unsere eigens entwickelte E-Learning-Plattform zur Ausbildung medizinischer Assistenten im Einsatz. Eine GIZ-Förderung ermöglichte den Aufbau der notwendigen Infrastruktur und die Qualifizierung lokalen medizinischen Personals.
Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. Maximilian W. M. Wintergerst
Webseite
Dresden – Manila, Philippinen
Seit 2025 besteht eine Kooperation zwischen dem Universitätsklinikum Dresden und dem Manila Doctors Hospital auf den Philippinen. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind Ausbildungs- und Schulungsmaßnahmen sowie operative Einsätze vor Ort. Ergänzt wird die Partnerschaft durch einen wissenschaftlichen Austausch, der den Wissenstransfer und die Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze fördert. Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Qualität der Patientenversorgung. Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Ramin Khoramnia, F.E.B.O., Klinikdirektor der Augenklinik am Universitätsklinikum Dresden.
Düsseldorf – Asunción, Paraguay und Kinshasa, DR Kongo
Seit 2014 besteht eine Kooperation der Augenklinik Düsseldorf mit der Fundación Visión in Asunción, Paraguay, die seit 2017 durch die GIZ gefördert wird. Schwerpunkte sind Ausbildung, operative Einsätze und wissenschaftlicher Austausch mit dem Ziel, moderne Hornhauttransplantationsverfahren sowie Crosslinking und Amnionmembrantransplantationen zu etablieren. Die Verfahren wurden erfolgreich eingeführt und durch wissenschaftliche Publikationen begleitet.
Ansprechpartner: Marc G. Sieradzki und Prof. Dr. Gerd Geerling
Artikel in der Ophthalmologie
Seit 2024 kooperiert die Augenklinik Düsseldorf außerdem mit dem Hôpital Saint-Joseph in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo. Ziel der Zusammenarbeit ist der Aufbau einer grundlegenden okuloplastischen Versorgung durch Schulungen und operative Einsätze. Ergänzend wird eine gemeinsame Studie zur Zyklophotokoagulation als Glaukom-Erstlinientherapie durchgeführt, wobei bereits 42 Operationen gemeinsam realisiert wurden. Ansprechpartner: Assistenzart Marc G. Sieradzki und Prof. Dr. Gerd Geerling
Freiburg – Moshi, Tansania und Cape Coast, Ghana
Seit 2009 besteht eine Kooperation zwischen der Augenklinik Freiburg und dem Kilimanjaro Christian Medical Center in Moshi, Tansania. Die Partnerschaft verfolgt das Ziel, Sehbehinderungen in der Kilimanjaro Region durch eine verbesserte augenmedizinische Versorgung mit Schwerpunkt auf Forschung und Ausbildung zu verringern.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Thomas Reinhard und Dr. Dr. Philippin
Seit 2021 kooperiert die Augenklinik Freiburg mit dem Department of Vision Science der University of Cape Coast in Ghana. Ziel der auf Nachhaltigkeit angelegten akademischen Partnerschaft ist der Aufbau eines Sehforschungslabors in Cape Coast, um die Erforschung lokal relevanter Fragestellungen direkt durch ghanaische Kollegen vor Ort zu fördern. Im Rahmen der Kooperation werden auch gemeinsame regionalorientierte Summer Schools für Teilnehmer aus Subsahara-Afrika veranstaltet.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Thomas Reinhard und Dr. Dr. Philippin
Halle – Cusco, Peru
Die Kooperation der Augenklinik Halle mit der Clinica CEPERECE in Cusco, Peru besteht seit 2009 und widmet sich der Erforschung der Lasertherapie sowie der Versorgungsforschung. Ein Schwerpunkt der Partnerschaft liegt auf der Ausbildung des chirurgischen Personals vor Ort und auf der Auswirkung von UV-Strahlung und Höhe auf Augenerkrankungen.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Arne Viestenz
Hamburg – Kigali, Ruanda
Seit 2019 besteht eine Kooperation zwischen der Augenklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und der University of Rwanda, School of Medicine and Pharmacy in Kigali. Ziel des Projekts ist der Aufbau einer Hornhautbank, um Hornhauttransplantationen in Ruanda zu ermöglichen und unabhängig von ausländischen Transplantaten und mikrobiologischen Untersuchungen zu werden. Die Hornhautbank ist vollständig aufgebaut, das medizinische Personal vor Ort geschult. Es fehlen noch geeignete Luftfilter in den Räumlichkeiten, bevor die ersten Hornhäute zur Transplantation aufbereitet werden können. Ansprechpartner: Dr. Maria K. Steuernagel und Prof. Dr. Martin Spitzer
Homburg/Saar – Uganda und Vietnam
Seit 2019 besteht eine Klinikpartnerschaft zwischen der Augenklinik Homburg/Saar und dem Mengo Hospital in Kampala, Uganda. Kern ist ein bilaterales Austauschprogramm zur Weiterbildung von Ärzt:innen und Pflegepersonal sowie die strukturelle Weiterentwicklung der Mengo-Augenklinik. Ein wichtiger Meilenstein ist der 2024 abgeschlossene Neubau der Augenklinik.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Berthold Seitz
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Webseite von CBM über die neue Mengo-Augenklinik
Seit 2003 besteht eine Hochschulpartnerschaft der Univ.-Augenklinik Erlangen mit der Augenklinik in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, die seit 2013 von der Augenklinik Homburg/Saar fortgeführt wird. Der Fokus liegt auf Wissensaustausch durch gemeinsame Symposien und der Unterstützung beim Aufbau einer Hornhautbank. Ansprechpartner: Prof. Dr. Berthold Seitz.
Köln – Odessa, Ukraine und Shanghai, China
Die Kooperation der Universitätsaugenklinik Köln mit dem Filatov Eye Institute in Odessa besteht seit 2016 und dient dem vertieften wissenschaftlichen und klinischen Austausch, insbesondere zur Erforschung unterschiedlicher Transplantationsformen, zur Analyse von Hornhauttransplantationen in Augen mit Netzhautchirurgie und zum Austausch von Forschenden. Operateurinnen und Operateure aus Odessa wurden erfolgreich in der Hornhautchirurgie in Köln trainiert.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Claus Cursiefen
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Die seit 2014 bestehende Kooperation mit dem Tongji University Hospital in Shanghai fokussiert sich auf gemeinsame Forschungs- und Bildungsinitiativen in der Augenheilkunde, den Austausch von Forschenden sowie die Förderung innovativer Verfahren der Hornhauttransplantation, was bereits zu mehreren Forschungsaufenthalten, gemeinsamen Promotionen und zahlreichen Publikationen geführt hat.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Claus Cursiefen und Wissenschaftskoordinations-Team
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München – Nairobi, Kenia
Seit 1978 besteht eine Partnerschaft zwischen der LMU München und dem Department of Ophthalmology der University of Nairobi. Ziel ist die nachhaltige Förderung der ophthalmologischen Facharztausbildung in Ost-, Zentral- und Westafrika zur Verbesserung der augenärztlichen Versorgung. Durch den Ansatz „Training the Trainers“ wird ein nachhaltiger Aufbau regionaler Ausbildungskapazitäten angestrebt. In Nairobi wurde eine eigenständige Augenklinik in Nairobi aufgebaut, es gibt zahlreiche Fortbildungsangebote sowie geförderte Gastarztaufenthalte an der LMU.
Ansprechpartnerin: Dr. med. Anna Schuh
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Münster – Dar es Salaam, Tansanzia und Gulu, Uganda
Seit Januar 2011 hat das Universitätsklinikum Münster eine Auslandsdozentur in Dar es Salaam. Der Schwerpunkt liegt auf Tränenwegs- sowie plastisch-rekonstruktiver Lidchirurgie. Ziel ist die Übertragung europäischer Leitlinien auf die Gegebenheiten eines Entwicklungslandes sowie medizinische und technische Unterstützung.
Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Nicole Eter
Das UKM Münster hat eine Kooperation mit Lichtstrahl Uganda e. V.. Die Ärzte vor Ort wurden in die Grundlagen der Brillenverordnung und -anpassung eingearbeitet, um eigenständig Brillen an Patienten mit unterschiedlichen Refraktionsfehlern ausgeben zu können. Durch die Ausbildung der Clinicians vor Ort sollen dem lokalen Personal die Kompetenzen zur langfristigen Möglichkeit der eigenständigen (Selbst-)Hilfe vermittelt und so eine nachhaltige Entwicklungshilfe geleistet werden.
Ansprechpartnerin: Dr. Verena Englmaier
Würzburg – Mwanza, Tansania
Seit 2018 besteht eine Partnerschaft zwischen Würzburg und dem Bugando Medical Center in Mwanza, Tansania. Der Schwerpunkt liegt auf gemeinsamen Forschungsprojekten sowie dem Austausch von PJ-Studierenden. Ein zentrales Ergebnis der Zusammenarbeit ist eine gemeinsame wissenschaftliche Publikation zur Ätiologie kindlicher Augenverletzungen in einem tansanischen Tertiärkrankenhaus (2025).
Ansprechpartner: Prof. Martin Nentwich
Arbeitsinhalte
Zusammenarbeit mit anderen Organisationen im Bereich Blindheitsverhütung wie: Deutsches Komitee zur Verhütung von Blindheit International Agency for the Prevention of Blindness Weltgesundheitsorganisation Christoffel-Blindenmission Lions International Sight First Berufsverband der Augenärzte etc. Förderung von Klinik-Kooperationen mit Osteuropa und der Dritten Welt Wisesnschaftliche Arbeit und Zusammenarbeit im Bereich „Internationale Ophthalmologie“ Berichte auf den DOG-Kongressen Förderung von Ausbildungen und Reintegration deutscher Augenärzte für die Dritte Welt Ausbildung und Fortbildung von ausländischen Augenärzten.
Insbesondere die Kooperation zwischen deutschen Augenkliniken/Augenärzten und Augenkliniken in Osteuropa und der Dritten Welt ist ein Anliegen unserer Sektion.
Die wesentlichen Ziele dieser Kooperation sind:
- Theoretische und klinische Ausbildung der Kollegen in anderen Ländern, z. B. in modernen Techniken der Kataraktchirurgie
- Wissenschaftliche Zusammenarbeit
- Verbesserung der Ausstattung der Kliniken über Spenden und Drittmittel.
Arbeitsgruppen
Arbeitsgruppen der Sektion arbeiten eng mit anderen Organisationen im Bereich Blindheitsverhütung zusammen. Dazu gehören u.a.
– Deutsches Komitee zur Verhütung von Blindheit
– International Agency for the Prevention of Blindness
– Weltgesundheitsorganisation
– Christoffel-Blindenmission
– Lions International Sight First
– Ber
Angebote
- DAAD Kurzzeit / Langzeit – Dozenturen
- DOG Kurzzeitdozentur ( 3 x 3000 Euro p.a.)
- Unipartnerschaften (Twinning)
- Integrierte Facharztausbildung 5 + x (in Zusammenarbeit mit CBM)
- Seminare und Kurse in Deutschland
- Einladung namhafte Ophthalmologen / Meinungsbildner aus Asien, Afrika, Südamerika zum DOG-Kongress
- ICO – Fellowships
- Forschungspreis der DOG
Eine Aufstellung der von der DOG geförderten Projekte finden Sie hier.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Komitees zur Verhütung von Blindheit.
Bei Interesse an konkreten Auslandseinsätzen können Sie gerne auch unterjährig über die Geschäftsstelle Kontakt mit dem Sprecher der Sektion aufnehmen.
Sitzungen
Die Sektion trifft sich zweimal jährlich und organisiert ein Symposium anlässlich der DOG-Kongresse. Die Arbeitssitzungen stehen allen Mitgliedern offen. Termine werden zeitnah angekündigt.
Protokoll der Arbeitssitzung bei der DOG 2023 [PDF]
Twinning
Unter Twinning versteht man die Universitäts-Partnerschaften zwischen deutschen Augenkliniken und Augenkliniken in Entwicklungsländern zur Verbesserung der Kooperation in allen Bereichen.
Partnerschaften gibt es derzeit zwischen:
Homburg/Saar – Mengo Hospital in Uganda
München – Nairobi/Kenia
Rostock – Kinshasa/Kongo
Schwerin – Kamerun
Projektberichte
Projektbericht TanZanEye: First Eye Camp in the Kigoma region
Mehr Infos zum Projekt TanZanEye in Tansania finden Sie hier.
Veranstaltungen
Sektionstreffen
Die Sektion trifft sich zweimal jährlich und organisiert ein Symposium anlässlich der DOG-Kongresse. Die Arbeitssitzungen stehen allen Mitgliedern offen. Termine werden zeitnah angekündigt.
Protokoll der Arbeitssitzung bei der DOG 2023 [PDF]
Im Rahmen der jährlichen DOG-Tagungen werden verliehen:
– Kurzzeitdozenturen: Afrika, Asien, Lateinamerika [Link]
– Forschungsförderung Tropenophthalmologie der DOG [Link]
COECSA College of Ophthalmology of East, Central and Southern Africa
Bericht [PDF]
1. Deutsch-Vietnamesische Symposium Ophthalmologie-Update, Ho Chi Minh Stadt
Bericht