Prof. Dr. Frank G. Holz, Schriftführer der DOG
Die Theodor-Leber-Medaille ist eine Auszeichnung, die die Deutsche Ophthalmologische Gesellschafft an herausragende Persönlichkeiten vergibt, die selbst nicht Augenärztinnen und -ärzte sind, sich aber in besonderer Weise um die Augenheilkunde und die DOG verdient gemacht haben.
Die Entscheidung erfolgt in einem mehrstufigen Wahlverfahren. Das Geschäftsführende Präsidium berät und entscheidet über einen Wahlvorschlag, den es im Gesamtpräsidium der DOG vorlegt und dieses entscheidet dann über die Vergabe dieser hohen Auszeichnung der DOG.
Die Theodor-Leber-Medaille wird in diesem Jahr verliehen an
Frau Anne-Katrin Döbler aus Stuttgart
stellvertretend für das Presseteam der DOG.
Frau Döbler hat sich in herausragender Weise um die Augenheilkunde und die DOG verdient gemacht.
Sie spezialisierte sich im Bereich der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Public Affairs und bekam die Aufgabe innerhalb der Thieme Gruppe die Medienarbeit für den dazu-gehörigen Ratgeberverlag TRIAS aufzubauen. Berufsbegleitend studierte sie an der Fernuniversität Hagen Literaturwissenschaften, Geschichte und Psychologie, was sie beendete, als sie die Leitung des Bereichs Kommunikation für die gesamte Thieme Gruppe übernahm – einem der großen Anbieter medizinischer Gesundheitsinformationen und -dienstleistungen in Deutschland. 2001 begann sie, ein Agenturgeschäft für medizinische Fachgesellschaften und Organisationen im Gesundheitswesen aufzubauen.
Anne-Katrin Döbler engagiert sich für die Weiterentwicklung des Wissenschaftsjournalismus sowie der Public Relations (PR) – auch und gerade in Zeiten der Digitalisierung. Für ihre Internet-Aktivitäten wurde sie mit ihrem Team im Jahr 2014 mit dem Deutschen Preis für Onlinekommunikation ausgezeichnet. Als Mitglied der Kommission Kommunikation der Deutschen Fachpresse und Mentorin der Deutschen Public Relations Gesellschaft für Nachwuchskräfte in der PR setzt sie sich dafür ein, dass die Rahmenbedingungen der Profession in einer sich veränderten Welt ethischen und qualitativ hochwertigen Maßstäben entsprechen. Regelmäßig bildet sie selbst mit ihrem Team junge Wissenschaftsjournalisten und PR-Experten aus. Ihr besonderes Interesse gilt gesamtgesellschaftlichen und politischen Entwicklungen innerhalb des Gesundheitswesens und weit darüber hinaus.
Im Rahmen der von ihr aufgebauten und geleiteten PR‑Agentur betreuen sie und ihr Team die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft seit dem Jahr 2008.
Sie hat dabei wesentlich zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft beigetragen und dabei richtungsweisend Strategieentwicklungen auf den Weg gebracht, die den Kommunikations- und PR‑Bereich der DOG in höchstem Maße professionalisiert haben. Hierzu zählen unter anderem von ihr konzipierte, moderierte Pressekonferenzen bis zu hohen Präsenzen in Social‑Media‑Kanälen. Die von ihr und ihrem Team verantworteten Pressemitteilungen finden sowohl in den Print‑ als auch in den Onlinemedien eine enorme Verbreitung und Resonanz. Damit wird auch ein wesentlicher Beitrag zu Aufklärung und Vorsorge geleistet. Frau Döbler berät die DOG in Fragen der Gesundheit- und Forschungspolitik. In diesem Zusammenhang hat sie das Konzept der parlamentarischen Abende der DOG im Deutschen Bundestag mit initiiert und unter anderem damit in erheblichem Umfang dazu beigetragen, die Sichtbarkeit der deutschen Augenheilkunde auch auf der politischen Bühne erheblich zu steigern.
Viele in den Pressemitteilungen adressierte Empfehlungen sind von unmittelbarer praktischer Relevanz für die Erhaltung der Augengesundheit.
Das Maß der Verbundenheit, die Frau Döbler für die augenheilkundliche Forschung und Versorgung an den Tag legt, geht weit über das zu erwartende, professionelle Engagement hinaus. Dafür sind wir außerordentlich dankbar.
Das geschäftsführende Präsidium und das Gesamtpräsidium der DOG gratulierten Frau Anne‑Katrin Döbler zur Auszeichnung mit der Theodor‑Leber‑Medaille 2026.